GERMAN - CYPRUS MARINE BIOLOGICAL PROJECT 1

 

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Ziel dieses Projektes ist es, das Oekosystem Meer besser zu verstehen und theoretische Erkenntnisse praktisch nachweisen zu koennen. Wir betrachten hierbei die circadiane Rythmik, also die Tagesrythmik spezieller Tiere um zu erklaeren warum einige Tag und andere Nachtaktiv sind. Diese Rythmik begruendet sich vorallem durch den Faktor der Nahrungsgrundlage.
Wenn eine gemeinsam genutzte Nahrungsgrundlage knapp wird, konkurrieren Organismen miteinander und die jeweils erfolgreicheren ueberleben. Innerhalb einiger Pflanzen- und Tierpopulationen teilen sich alle Individuen die Ressourcen derart, dass keines ausreichende Mengen erhält, um als ausgewachsenes Lebewesen wesentlich länger zu leben als die meisten anderen. In anderen Gemeinschaften beanspruchen dominante Individuen den Zugang zu den knappen Vorräten und schließen andere aus. Ausgewachsene Einzelpflanzen beanspruchen im Allgemeinen einen bestimmten Standort und behalten ihn so lange, bis sie an Lebenskraft verlieren oder von Krankheiten oder Schädlingen befallen werden und schließlich absterben. Bis dahin ist ihr Einfluss auf die unmittelbare Umgebung jedoch häufig so stark, dass andere Individuen nicht keimen oder überleben können, weil sie zu große Mengen an Licht, Feuchtigkeit und Nährstoffen entziehen. Auch ausgeschiedene, chemische Stoffe spielen dabei eine Rolle, die etwa die Keimung vermeiden können oder das Wurzelwachstum von Nachbarpflanzen hemmen.

Viele Tiergemeinschaften zeigen eine hoch entwickelte soziale Struktur, durch die die verfügbaren Ressourcen wie Raum, Nahrung oder auch Geschlechtspartner unter den dominanten Mitgliedern des Oekosystems und der Population - also innerhalb der gleichen Art - aufgeteilt werden. Solche konkurrierenden Wechselbeziehungen können zu sozialer Dominanz führen, wodurch die dominanten Individuen die jeweils untergeordneten von der betreffenden Ressource ausschließen. Die Wechselbeziehungen können aber auch zu Revierverhalten führen, so dass dominante Individuen den Lebensraum in bestimmte Gebiete aufteilen, die nur sie bewohnen und die sie auch verteidigen. Untergeordnete oder ausgeschlossene Tiere sind dann gezwungen, in ärmeren oder weniger günstigen Bereichen des Ökosystems zu leben, teilweise auch ohne die jeweilige Ressource auszukommen oder das Gebiet ganz zu verlassen. Viele solcher Tiere sterben daher an Hunger oder Krankheiten oder fallen anderen Tieren zum Opfer.

Zu untersuchende Organismen sind:

Violette Fadenschnecke oder Flabellina affinis, Familie Flabellinidae

Erkennungsmerkmale: Groesse bis 50 mm, wirkt sehr schlank. Fortsaetze beidseitig in je 7 Gruppen. Nimmt ca. 3/4 des Gesamtkoerpers ein. Grundfaerbung rosa bis purpurviolett.
Lebensraum meisst auf Eudendrium-Kolonien. Ernaehrt sich auf von diesen Polypen, an denen sie auch ihre langen, bandfoermigen violette Gelege mit Eiern ablegt. Leicht zu verwechseln mit der Violetten Weissspitz Fadenschnecke, welche aber weisse spitzen auf den fortsetzen hat und reinweisse Eier legt. Bisher nur Tags gesehen
Scherengarnele oder Stenopus spinosus, Familie Stenopodidae (Decapoden) Groesse bis 80 mm, wirkt aber durch Fuehler deutlich groesser. Die ersten 3 Schreitbeinpaare mit Scheren, 3. Schreitbeinpaar deutlich verdickt und laenger als die anderen, zu einer kraefitgen Schere ausgebildet. Antennen deutlich mehr als koerperlang. Koerper, Beine und Scheren gelborange bis kraeftig orang gefaerbt, Antennen weiss. Hoehlenbewohner, Nachtaktiv.
Feuerwurm oder Hermodice carunculata, Familie Amphinomidae Groesse bis 30 cm. Koerper langgestreckt mit bis zu 150 borstentragenden Segmenten. Borsten harpunen- oder pfeilspitzenfoermig. Faerbung gruenlich bis braeunlich, borsten weiss, Kiemen und Kopf leuchtent rot. Ernahert sich raeuberisch und von Aas. tag und nachtaktiv.
Zum Thema Ueberfischung

Bericht zur Verschmutzung des Mittelmeeres (auch wenn's hier ja noch relativ sauber ist...[wenn auch fischarm])

Meeresverschmutzung stellt die Ökologie auf den Kopf

Ungefähr die Hälfte der organischen Belastung des Mittelmeers entsteht durch die Industrie, die andere Hälfte durch Abwasser und Landwirtschaft. Die Flüsse transportieren etwa ein Drittel der gesamten organischen Fracht, die restlichen zwei Drittel stammen aus der direkten Einleitung von Abwasser. Die Touristenströme im Sommer verschärfen das Problem.

Der permanente Rückgang des Fischfangs in den Gewässern zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer in den letzten fünf Jahren ist vor allem der Gewässerverschmutzung zuzuschreiben. Dies teilte die UN-Behörde für Ernährung und Landwirtschaft, FAO in Rom mit. Die stärksten Rückgänge sind im Schwarzen Meer, der Asov See sowie den Gewässern an der Adria, den Balearen und rund um Sardinien zu verzeichnen. "Es hat spürbare Fortschritte beim Kampf gegen Ölverschmutzung und die Versenkung fester Abfälle in den meisten Anrainerstaaten des Mittelmeeres gegeben" sagte der FAO-Vizedirektor für Fischereifragen, Dr. Wolfgang Krone, "trotzdem sind Probleme wie die Belastung mit Schwermetallen, Organohalogenen, organischen Abfällen und Plastikabfällen weiterhin nicht gelöst".

Die FAO ist auch zunehmend besorgt über den Eintrag exotischer Arten ins Mittelmeer, z.B. von Algen und Fischen, die das Gleichgewicht lokaler Ökosysteme stören. Auf der 21. Mittelmeer-Fischereikonferenz, die Ende Mai in Alicante/Spanien stattfand, wurden die vier Hauptprobleme der Eutrophierung, chemischen Verschmutzung, der Eintrag nicht- heimischer exotischer Arten sowie das Auftreten von Quallen als Hauptprobleme identifiziert.

Durch Eutrophierung sind schon 15 Arten von Weichtieren sowie drei Krebstier-Arten im Mittelmeer verschwunden. Die chemische Belastung stammt vor allem vom Quecksilber-Eintrag, der in einigen marinen Arten zu Konzentrationen geführt hat, die auch für den Menschen bedenklich sind. Zur Schwermetallbelastung zählt auch die Kontamination mit Tributylzinn, das weiterhin als Bewuchsschutz für Schiffe und Unterwasseranlagen verwendet wird und Missbildung bei Austern hervorruft. Der extensive Gebrauch von Organophosphat-Pestiziden wird ebenfalls mit Besorgnis betrachtet: steigende Konzentrationen von Abbauprodukten sind sowohl in den Fischen wie auch in Wasserproben zu finden. Ein weiteres Problem sind die Fremdarten, die das Mittelmeer durch den Suezkanal besiedeln. Etwas 350 Arten sind dadurch aus dem Roten Meer eingewandert, darunter räuberische Fischarten, die die Artenzusammensetzung im östlichen Mittelmeer verändern.

Exotische Algen werden vor allem durch Fischzucht, Aquarien und die Reinigung von Schiffstanks eingetragen. Die besonders dicht wachsenden Algenteppiche werden von den Fischen gemieden und vor allem Seeigel werden durch das starke Algenwachstum dezimiert.

Übermäßiges Auftreten von Quallen ist mittlerweile ein gängiges Phänomen in vielen Teilen des Mittelmeeres, sie beeinträchtigen den Fischfang durch Verstopfung der Netze. Ein großes Problem ist weiterhin die Treibnetzfischerei.

Die Fischereiabteilung der FAO betont, dass der Rückgang der Fischbestände nicht immer auf die Meeressverschmutzung zurückzuführen ist. Doch sie ist generell für die Verschlechterung der marinen Lebensbedingungen verantwortlich, auf denen der Reichtum der Meere letztlich aufbaut.
   

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